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Presse

DLRG begrüßt Schwimmbadförderung des Bundes, fordert aber langfristige Investitionen

Veröffentlicht: 06.10.2026
Autor: Martin Holzhause
Quelle: Bundesverband
Symbolbild (KI-generiert)

Bad Nenndorf. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) begrüßt die im September beschlossene Förderung im Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“. Deutschlandweit erhalten 195 Projekte Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 247 Millionen Euro. Knapp 750 Anträge gingen jedoch leer aus. Mit einem Antragsvolumen von 3,2 Milliarden Euro war die Förderrunde zudem 13-fach überzeichnet.

Bundesförderung stärkt Kommunen

„Wir freuen uns für die Menschen in den Städten und Gemeinden, deren Schwimmbäder nun saniert oder erhalten werden können. Das ist eine gute Nachricht für den Schwimmsport, die Schwimmausbildung und die Wasserrettung“, sagte DLRG Präsidentin Ute Vogt. Wie eine Analyse des DOSB zeigt, entfallen mehr als 70 Prozent der bewilligten Projekte auf Mittel- und Kleinstädte. Davon profitieren häufig auch die Menschen in den umliegenden Gemeinden

Dennoch sieht die DLRG weiteren erheblichen Handlungsbedarf. Die aktuelle Förderung ist ein wichtiger Beitrag, wird den Sanierungsstau und den fortschreitenden Verlust von Schwimmbädern jedoch nicht dauerhaft stoppen.

„Das große Interesse am Programm zeigt, wie dringend zusätzliche Investitionen benötigt werden. Viele Kommunen warten seit Jahren auf die Möglichkeit, ihre Bäder zu sanieren oder überhaupt zu erhalten“, so Vogt.

Sanierungsstau bleibt weiterhin gewaltig

Laut einer Befragung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen sind die Schwimmbäder hierzulande durchschnittlich 56 Jahre alt. Rund 64 Prozent der befragten Betreiber beklagen einen gravierenden oder zumindest nennenswerten Investitionsrückstand (Quelle: DGfdB-Sanierungsbefragung 2026). Hochgerechnet auf den Gesamtbestand sind das etwa 4.000 Schwimmbäder. Trotz der Förderung bleibt die überwältigende Mehrheit der sanierungsbedürftigen Schwimmbäder zunächst ohne Unterstützung aus dem Bundesprogramm.

DLRG fordert Umsetzung des Deutschen Schwimmbadplans

Aus Sicht der DLRG braucht Deutschland deshalb eine langfristige Strategie für die Schwimmbadinfrastruktur. Die Bäderallianz Deutschland legte mit ihrem Schwimmbadplan bereits im Sommer 2025 eine solche vor. Dazu gehören eine bundesweite Bäderbedarfsplanung sowie verlässliche Fördermittel in ausreichender Höhe über mehrere Jahre hinweg.

„Wir brauchen weit mehr als einzelne Förderprogramme. Bund, Länder und Kommunen müssen gemeinsam dafür sorgen, dass ausreichend Wasserflächen für Schwimmenlernen, Sport und auch die Ausbildung von Rettungsschwimmern zur Verfügung stehen. Nur so können wir die Sicherheit im und am Wasser nachhaltig stärken“, betonte Vogt.


Über die DLRG
Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen mehr als 50.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit rund 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Pressekontakt:
Martin Holzhause
Leiter DLRG Pressestelle
Telefon: 05723 955 – 442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse@dlrg.de

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